Aktive Auszeit in St. Anton am Arlberg – Teil 2: Outdoor-Aktivitäten und Panorama pur

Blick auf die Darmstädter Hütte

Blick auf die Darmstädter Hütte

Kindgerechter WunderWanderWeg

Tag 3 und endlich mal Sonnenschein pur! Jeden Morgen checkten wir den Wetterbericht und meistens lief es darauf hinaus, dass wir früh losgingen, da am Morgen das Wetter in der Regel besser war als am Nachmittag. Heute in der Früh hingen die Wolken allerdings noch sehr tief, weshalb wir uns viel zu dick anzogen, was wir später kurzzeitig bereuen sollten.

Wie immer hatten wir Probleme, den Startpunkt unserer Tour zu finden, und gingen die ersten hundert Meter entlang der Straße anstatt idyllisch über den Wiesenweg. An der Sennhütte begann der WunderWanderWeg, auf dem wir unsere Wanderung beginnen wollten. Dieser Weg ist speziell für Familien mit Kindern ausgelegt, da es viel zu entdecken gibt und an erlebnisreiche Stationen Kurioses und Interessantes über die Natur gelernt werden kann. Die Wege schlängeln sich erst durch den Wald und dann auf Holzplanken über ein Moorgebiet; es war kaum etwas los und sehr idyllisch.

Anstrengender Aufstieg zum Maiensee

Weiter ging es dann zum nächsten Punkt, an dem der allgemeine Pfad begann, der schmal, steinig und bergauf verlief. Es war allerdings noch ein als mittelschwer ausgeschilderter Wanderweg und mit festem Schuhwerk gut zu meistern. Nun zeigte sich auch die Sonne richtig und es wurde sehr heiß, was uns in unseren dicken Klamotten extra schwitzen ließ. Schließlich waren wir wieder heilfroh, dass eine Wolke auftauchte. Oben angekommen, wurden wir mit einer Wahnsinnsaussicht auf St. Christoph, das Skigebiet und den Maiensee belohnt. Der perfekte Ort, um kurz eine Pause einzulegen und die müden Füße ins eiskalte Bergseewasser zu strecken. Ein paar Mutige tauchten auch komplett ein und drehten eine kurze Schwimmrunde.

Blick auf St. Christoph am Arlberg

Blick auf St. Christoph am Arlberg

Leckere Pause in St. Christoph am Arlberg

Frisch erholt, führte uns ein etwa zehnminütiger Weg direkt nach St. Christoph. Der kleine Bruder von St. Anton mag im Winter gut besucht sein, jetzt in der Sommersaison waren die Hotels, Gasthöfe und Restaurants eher verlassen. Unser Plan war es, mit dem Linienbus zurück nach St. Anton zu fahren, da wir nach der dreistündigen Wanderung nicht denselben Weg wieder retour gehen wollten. Die Busfahrt ist außerdem in der Sommerkarte inkludiert. Doch natürlich hatten wir den Bus um etwa zehn Minuten verpasst, und der nächste fuhr erst in zwei Stunden. Zum Glück fanden wir dann doch noch ein kleines Café, das geöffnet hatte, und in dem wir uns bei Frittatensuppe und Apfelstrudel etwas stärken konnten. Als wir im Anschluss auf den Bus warteten, waren wir über unsere dickere Kleidung und die Regenjacken dann doch froh, denn es fing an zu schütten, obwohl zugleich die Sonne schien, was ebenso mystisch wie schön war.

Lech am Arlberg

Lech am Arlberg

Regentagetipps und ein kurzer Abstecher ins schicke Lech am Arlberg

Heute sollte es leider den ganzen Tag regnen. Da wir am ersten Tag auf dem Berg dann doch Glück mit dem Wetter hatten, wollten wir dieses Mal auf den gegenüberliegenden Berg fahren. Leider gab es an der Bergstation keine Aussicht und es war bitterkalt. Reumütig kehrten wir wieder ins Tal und unser Hotel zurück. Also gab es heute eben einen Sauna- und Hallenbadtag.

Am Nachmittag war uns das viele Entspannen dann doch zu viel und wir entschieden uns für einen kurzen Ausflug nach Lech am Arlberg. Die Fahrt mit dem Auto dauert circa eine halbe Stunde. Dort angekommen, schlenderten wir entlang des Flusses durch die Stadt. Die Gemeinde ist ein international bekannter Wintersportort, was sich auch in den Preisen widerspiegelt. Ein Glas Lillet Wild Berry kostete hier in etwa doppelt so viel wie in unserem Hotel in St. Anton. Nach unserem kurzen Rundgang, während dem es glücklicherweise sogar trocken blieb, nahmen wir wieder den Weg zurück ins Hotel, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete.

Alina auf dem Weg zur Darmstädter Hütte

Alina auf dem Weg zur Darmstädter Hütte

Aussichtsreiche Fahrradtour zur Darmstädter Hütte

Die Sonne sollte heute endlich den ganzen Tag scheinen und das wollten wir nutzen. Zu unserem Ausgangspunkt, dem Rendl, gelangten wir wieder mit der Rendlbahn. Im Gegensatz zu gestern aber mit toller Aussicht und unseren E-Bikes im Gepäck. An der Bergstation startete der Fahrradweg zur Darmstädter Hütte, die heute unser Ziel war. Zuerst führte der Weg bergab, um dann die restliche Strecke stetig bergauf zu verlaufen, vorbei an Kühen und Bergbächen sowie einem tollen Panoramablick auf die umliegenden Berge.

Darmstädter Hütte

Darmstädter Hütte

Auf etwa halber Strecke lag der Kartellsee, der sich wunderbar für eine Pause anbot. Wir konnten uns am türkisblauen Wasser vor der beeindruckenden Bergkulisse gar nicht sattsehen. Jetzt warteten bis zur Darmstädter Hütte Schotterwege auf uns. Es waren außer uns sehr viele Fahrradfahrer unterwegs und auch einige Wanderer. An der Hütte angekommen, ergatterten wir noch einen Platz draußen und erfrischten uns mit einem kühlen Getränk. Es gab auch eine gute Auswahl verschiedener Knödelsorten, wir hatten jedoch gerade erst gefrühstückt und noch keinen Hunger. Die Abfahrt gestaltete sich deutlich schneller als die Auffahrt und so waren wir schon um 15 Uhr wieder an der Bergstation.

Kartellsee

Kartellsee

Valluga 2.0

Da das Wetter so gut war, wollte mein Freund noch einmal wie am ersten Tag zur Valluga hochfahren. Sollte er ruhig, ich hingegen entschied für mich, lieber an der Bergstation in der Sonne zu warten. So ging es für uns dann mit den Fahrrädern wieder die Rendlbahn hinunter, wir schlossen unsere E-Bikes an der Talstation der Galzigbahn ab und nahmen die Gondel bergauf. Da die Bergbahnen leider nur bis ca. 16 Uhr fahren, entschlossen wir uns, den Abstieg zu Fuß zu meistern. Immerhin, der Weg war gut zu finden, aber am Ende des Tages war das Unterfangen doch etwas anstrengend. Den Muskelkater von dieser Tour spürte ich tatsächlich noch vier weitere Tage.

Letzter Tag und Aussichtsfahrt

Der Muskelkater von gestern ließ natürlich grüßen und heute war außerdem unser Abfahrtstag. Bei unserem gebuchten Paket konnten wir theoretisch bis 18 Uhr die Spa-Einrichtungen des Hotels nutzen, was durchaus praktisch ist, wenn man nochmal eine Rad- oder Wandertour für den letzten Tag geplant hatte. Unsere vom Vortag überlastete Muskulatur ließ aber nicht allzu viel zu, weshalb wir eine entspannte Bergfahrt mit dem Sessellift unternehmen wollten.

Kapallbahn

Kapallbahn

Mit der Gampenbahn fuhren wir zur Mittelstation und mit der Kapallbahn nach ganz oben. Es war warm und die Aussicht sehr schön. Wieder einmal waren wir sehr dankbar für die kostenlose Bergbahnkarte, denn ohne sie hätten wir diesen kleinen Abstecher auf den Berg wahrscheinlich unterlassen. Wieder zurück im Tal holten wir die Fahrräder aus der Garage, packten das Auto und machten uns auf den Heimweg.

St. Anton am Arlberg – ein vielfältiges Urlaubsziel für alle Ansprüche

St. Anton ist ein tolles Ziel für Sommerurlaub in den Bergen. Es bietet unzählige Angebote für Groß und Klein sowie viele Schlechtwetteralternativen in der Nähe. Dazu zählen ein Hallenbad, Bogenschießen oder auch das historische Bergbaugebiet Gand, bei dem Besucher einen Stollen besichtigen können und in drei Bergbaugebäuden Wissenswertes über die Geschichte des Bergbaus erfahren. Im Sommer haben die meisten Bergbahnen in St. Anton geöffnet, was auch nicht in jedem Gebiet selbstverständlich ist, und es gibt zahlreiche Wander- und Radwege. Wir hätten hier sicher noch eine weitere Woche gut verbringen können, ohne dass uns langweilig geworden wäre. Preislich findet sich für jeden Geldbeutel eine große Auswahl an Unterkünften. Im Winter ist der Ort ein beliebtes, bekanntes und großes Skigebiet, was sich auch auf die Übernachtungspreise auswirkt. Trotzdem unser nächster Plan: Die Region auch mal im Schnee und auf Skiern zu erleben. Insgesamt war es ein gelungener, erholsamer, leckerer und abwechslungsreicher Urlaub, und wir kommen gerne wieder.

Dies ist die Fortsetzung zum Blogbeitrag Aktive Auszeit in St. Anton am Arlberg – Teil 1: Vignette, Vallugaaussicht und verwunschenes Verwalltal. Solltet ihr den ersten Teil verpasst haben, klickt hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.