Bucket-List für Kunstliebhaber: Die Top 5 Hotspots für Street Art in der Capital Region USA

Die Welt ein bisschen bunter machen: Der Trend, Städte mit farbenfrohen Wandmalereien lebendiger zu gestalten, begeistert auch in der Hauptstadtregion der USA. Die kreativen Kunstwerke verzieren Häuserfassaden, Brücken und Plätze, erzählen Geschichten und spiegeln den Geist ihrer Zeit wider. Von modern über skurril bis imposant – auf dieser Bucket-List finden Street-Art-Fans fünf Städte in der Capital Region USA, in denen es zahlreiche Wandgemälde zu entdecken gilt.

Alt und neu gesellt sich gern: Street Art in Washington, DC

Woodley Park - Marilyn Monroe mural - crecit washington.org

Woodley Park (Foto: washington.org)

Amerikas Hauptstadt wartet mit imposanten Gebäuden, weltberühmten Museen und eindringlichen Gedenkstätten auf. Doch zwischen diesen Postkarten-Motiven warten Hunderte kunstvoll bemalte Fassaden, Stadtmauern und Straßen darauf, betrachtet zu werden. Ein eingehender Blick lohnt sich, denn die farbenfrohen Wandgemälde bilden einen spannenden Kontrast zu den prunkvollen Fassaden der öffentlichen Gebäude. Alleine durch die Einführung des „MuralsDC“-Projekts im Jahr 2007 entstanden 133 neue Kunstwerke von 60 Künstlern im öffentlichen Raum. Mit ihren Motiven feiern sie Alltagshelden, fangen den Puls der Stadt ein, mahnen und erzählen die Geschichte des Stadtviertels, in dem sie entstanden sind. Die Darstellungen reichen von Albert Einstein und Marylin Monroe über die tanzenden Obamas bis hin zu einem Black-Lives-Matter-Schriftzug, so groß, dass er sogar auf Satellitenbildern zu sehen sein soll. Ein virtueller Rundgang durch das MuralsDC Projekt gibt einen Vorgeschmack.

Von Argentinien bis Südafrika: Open Walls Baltimore in Maryland

Station North Arts District (Foto: Capital Region USA)

Im Rahmen des „Baltimore Mural Program“ entstanden seit 1975 über 250 Kunstwerke im gesamten Stadtbereich der größten Metropole Marylands. 2012 wurde dann das Street-Art-Projekt „Open Walls Baltimore“ gegründet, das die einzelnen Viertel der Stadt auf farbenfrohe Weise belebt. Besonders sehenswert sind solche Fassaden im Station North Arts and Entertainment District. Im Laufe von nur zwei Monaten entstand hier eine mehrere Straßenblocks umfassende Freiluft-Galerie mit 23 überdimensionalen Wandbildern und Installationen. Bunte QR-Codes, Tierkreiszeichen, Smileys und abstrakte Bodenmalereien, die ganze Plätze bedecken, zeigen die künstlerische Vielfalt. Die Herkunft der beteiligten Künstler geht dabei weit über die Grenzen der USA hinaus von Argentinien über Italien, Portugal und der Ukraine bis ins 13.000 Kilometer entfernte Südafrika. Als Teil der Initiative finden in regelmäßigen Abständen Festivals, Kunst-Workshops und Diskussionsrunden statt. Einen Eindruck vermittelt die Internetseite von Open Walls.

Parkidyll und Desillusion in Frederick, Maryland

Carroll Creek-Park (Foto: Capital Region USA)

Carroll Creek-Park (Foto: Kurt Holter)

Ein Besuch des Carroll Creek Parks gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Besuchers von Frederick in Maryland. Und das aus gutem Grund: Der rund zwei Kilometer lange Park entstand in einem ehemaligen Hochwasserschutzgebiet und lädt heute mit seinen gepflasterten Fußgängerwegen, Wasserspielen, Brücken, Gärten und einem Amphitheater zum Verweilen ein. Das Besondere aber ist der künstlerische Beitrag des lokalen Artisten William Cochran. Dieser hat im gesamten Park illusionistische „Trompe-l’oeil“-Malereien angefertigt. Über 3.000 räumlich gemalte Steine, Tore, Statuen und Brunnen gaukeln dem Betrachter ein Gebilde oder Ereignis vor, das aus seiner Zweidimensionalität auszubrechen scheint.

Tierisch bunt: Virginias Hauptstadt Richmond

Mural in Richmond (Foto: Capital Region USA)

Mural in Richmond (Foto: Capital Region USA)

Richmond beheimatet eine besonders vielfältige und wachsende Kunst- und Kulturgemeinschaft. Das „Richmond Mural Projekt“ ließ dabei in weniger als fünf Jahren über 100 Wandgemälde in Virginias Hauptstadt entstehen, mit Motiven wie Mickey Mouse, Snoopys bestem Freund Woodstock oder eine Frau, die in Erdbeermarmelade badet. Für interessierte Besucher werden spezielle Touren angeboten. So können gut 40 Murals bei einer Segway-Tour bestaunt werden. Ein eigener Reiseführer über Richmonds Kunstwerke vervollständigt das Erlebnis.

Mehr als nur Surferparadies: Virginia Beach

Mural in Virginia Beach (Foto: Virginia Beach)

An kaum einem anderen Ort präsentiert sich die Kunstszene so lässig bunt wie im ViBe Creative District von Virginia Beach. Besucher können bei den monatlichen „First Fridays“ und „Second Saturdays“ die Ateliers aktiver Künstler besuchen und zuschauen, wenn heimische Ideen kreativ zum Leben erweckt werden. Ein Höhepunkt der Kunstsaison ist das „ViBe Mural Festival“, das seit 2015 über 100 Wandgemälde im öffentlichen Raum entstehen ließ. Im August letzten Jahres kamen beim Mural Festival 2020 zehn neue Outdoor-Kunstwerke hinzu, die alle innerhalb von zehn Tagen verwirklicht wurden.

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