United Airlines erfüllt Kinderwünsche

Der Weihnachtsmann beschenkt die Kinder nach ihrer Ankunft am Nordpol (Foto: Petra Bruder)

Skepsis, Überraschung und Freude sieht man in den Gesichtern der Passanten am Gate von United Airlines – es waren schon ungewöhnliche Szenen, die sich am Frankfurter Flughafen am vergangenen Samstag abspielten. Fröhliche Weihnachtsmusik tönt aus den Lautsprechern am Gate. 70 aufgeregte Kinder toben durch die Hallen des Flughafens, nachdem sie am Security Check ungeduldig gewartet haben und gefilzt wurden, und probieren die Mütze des Kapitäns auf. „Geht der Flug wirklich zum Nordpol?“, fragt eine Passantin mit Blick auf den Monitor. Flug UA 1308 zum Nordpol – aber nur laut Anzeige.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit erfüllt die Fluggesellschaft United Airlines Kindern mit ihren Fantasy Flights den lang ersehnten Traum vom Fliegen, ein häufiger Herzenswunsch junger Menschen. Meistens fehlt in den Familien das Geld dafür. Die Fluggesellschaft hilft aber auch schwer kranken Kindern, den Wunsch zu erreichen.

Kapitän und erster Offizier mit Nachwuchspilot (Foto: Petra Bruder)

Der Fantasy Flight geht zum ersten Mal von Deutschland aus zum nördlichsten Punkt auf der Erdkugel, wo die Kinder den Weihnachtsmann treffen.  Die meisten Kinder hier durften das Fliegen bisher noch nicht erleben. Sie kommen aus Familien, in denen für große Reisen nicht immer das Geld da ist. Dabei haben die Traumflüge zum Weihnachtsmann bei United Airlines eine lange Tradition. „Wir veranstalten die Fantasy Flights seit rund 30 Jahren. 16 sind es in diesem Jahr an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt“, sagt Kabinenmanager Sven Eckardt. Jede Veranstaltung sei anders, angepasst an die Sitten und Bräuche des jeweiligen Landes, erzählt Bill Egan, der bei United Airlines für die Volunteer-Programme verantwortlich ist. Während in den USA der Weihnachtsmann die Kinder in einem üppig geschmückten „Wonderland“ nach der Landung erwartet, sitzt der Weihnachtsmann hier auf einem samtbezogenen Sessel am Kamin inmitten eines verträumten Tannenwäldchens und verteilt die Geschenke an die Kinder. Jedes Kind bekommt den United Maskottchen-Teddy Ben Flynn, Stifte, eine Schneekugel und Mütze sowie ein Walt-Disney-Präsent. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man das Glück der Kinder sieht“, sagt Egan.

United arbeitet bei der Planung mit gemeinnützigen Organisationen wie der Arche zusammen, die sozial benachteiligten Kinder hilft und sie fördert. 50 freiwillige Helfer, Mitarbeiter von der Cargo-, der Sales- und Finanzabteilung haben schon am Vorabend die Halle des Fraport Forums für die Weihnachtsparty geschmückt, versorgen die Kinder mit Leckereien und unterhalten sie mit Spielen.

Auch an Bord ist beim Fantasy Flight alles anders: Die Kinder dürfen sich frei bewegen und einen Blick ins Cockpit werfen. „Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagt der 11-jährige Riad: „Ein paar Leute sind heute extra von Amerika nur für uns gekommen. Das ist wirklich großzügig.“ Rardes hat Fotos vom Cockpit gemacht. Die vielen Knöpfe und Hebel sind ein faszinierender Anblick, erzählt der 10-jährige. Der Airbus hebt in Frankfurt nicht ab, denn United Airlines Deutschland verzichtet zugunsten des Klimas auf einen echten Flug und lässt die Maschine dafür über das Flughafengelände rollen.

Für die 8 Jahre alte Elanur wird einer ihrer größten Wünsche wahr. Sie will Pilotin werden und der Kapitän lässt sie ins Cockpit. „Ich will später Familien an den Feiertagen zusammenbringen“, erzählt sie. Sie glüht innerlich, als sie glaubt, die Boeing 777-200 über die Rollbahn zu steuern. In ihrer Phantasie wird sie zur Kapitänin. „Ich hatte Angst, dass ich das Flugzeug in die falsche Richtung lenke und mit anderen Flugzeugen zusammenstoße“, erzählt sie. Ihrem Traum fühlt sie sich ein ganzes Stück näher.

Flugbegleiter begrüßen die Kinder an Bord (Foto: Petra Bruder)

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