Ikram – wo „frau“ in Chicago shoppt

Extravagant wie die Kleidung ist auch deren Präsentation. Bei Ikram ist alles im besten Sinne durchgestylt. (Foto: Ralph Steffen)

Einkaufen bis zum vom Zoll erlaubten Limit gehört eigentlich fest zu einem Amerika-Urlaub dazu. In Chicago, wo die Preise für Kleidung und Schuhe angeblich im Schnitt um 10 bis 15 Prozent günstiger sind als in anderen US-Metropolen, ist die Magnificent Mile DER Ort für eine ausgedehnte Shopping-Tour. Weiblichen Besucher der Stadt ist zu raten, einmal einen Abstecher in die East Huron Street, eine Querstraße zur „Mag Mile“, zu unternehmen. Dort finden sie hinter einer knallroten Fassade die wahrscheinlich am meisten angesagte Modeboutique in der Stadt – und eine echte Fundgrube für feinste Haute Couture: Ikram. Inhaberin Ikram Goldman präsentiert hier die Kreationen bedeutender Couturiers aus Amerika, Europa und Japan, wobei sie jedes Stück zunächst selbst begutachtet, bevor sie es in ihr Angebot aufnimmt. Kreationen bekannter Namen wie Jean Paul Gaultier, Alexander McQueen, Azzedine Alaïa und Proenza Schouler sind ebenso dabei wie die junger Nachwuchsdesigner aus der Region. Accessoires, Schmuck, Schuhe und eine Abteilung für Vintage-Mode ergänzen das Angebot. Ein Bummel durch das Geschäft lohnt allemal. Zumal: Wer aus der Damenwelt Chicagos und des Mittleren Westens etwas auf sich hält (Gerüchten zufolge soll es auch Klientel geben, die eigens von weiter her mit dem Privatjet anreist, um sich für die nächste Dinnerparty das passende Outfit zu besorgen), kauft bei Ikram ein. Selbst Michelle Obama hat sich hier schon einkleiden lassen.

Hier geht’s ins Heiligtum von Ikram Goldman. Das Gebäude unweit der Magnificent Mile ist nicht zu übersehen. (Foto: Ralph Steffen)

Männliche Begleiter haben bei Ikram wenig zu tun. Das Personal hat ein hervorragendes Auge dafür, was einer Kundin steht und was weniger – weshalb die Meinung des Freundes oder Ehegatten eher selten gefragt ist. „Mann“ verzieht sich daher am besten in das stylish gemütliche Café im ersten Stock. Dort kann man relaxen, Snacks und kleine (aber äußerst feine) Gerichte genießen – und darauf hoffen, dass eine Etage tiefer die Kreditkarte nicht allzu sehr belastet wird.

Ralph Steffen

Über Ralph Steffen

Ralph Steffen gehört seit 1998 zum Team von Claasen Communication und ist seit 2017 Geschäftsführer.

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