Washington DC: für keine Handvoll Dollar

Die amerikanische Hauptstadt ist eine faszinierende Metropole, die zahlreiche Freizeitaktivitäten auch für den kleinen Geldbeutel bietet (Foto: Capital Region USA)

Oft muss man bei Städtereisen ziemlich tief in die Tasche greifen, denn allein mit der Anreise, der Übernachtung und der Verpflegung ist es ja nicht getan – man will schließlich auch etwas erleben. Konzert-, Kino-, Museums- oder Parkbesuche sind allerdings meist nicht billig; ein Problem für diejenigen, die im Urlaub auf ihre Reisekasse achten müssen. Washington DC ist da nicht nur in diesem Punkt so ganz anders als andere Städteziele, denn: Viele Freizeitaktivitäten kosten hier keinen müden Dollar.

Die Stadt zu Fuß mit oder ohne Führung entdecken
Auf jeden Fall gesehen haben muss ein DC-Besucher natürlich die Monumente entlang der National Mall und am Tidal Basin. „DC by Foot“ bietet zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Führungen an, mit denen Besucher nicht nur die berühmten Denkmäler, sondern auch die historischen Viertel der amerikanischen Hauptstadt entdecken können – und das völlig kostenlos. Wer lieber auf eigene Faust losziehen möchte, sollte die Monumente bei Nacht besichtigen. Dann sind diese nicht nur weniger stark besucht, sondern werden auch in der Dunkelheit beleuchtet. Besonders das Korean War Veterans Memorial soll dann sehr beeindruckend und unheimlich zugleich aussehen – hat mir zumindest eine Washingtonerin begeistert erzählt. Ich selbst habe die Monumente bis jetzt nur bei Tag besucht, was aber auch sehr schön war.

„DC by Foot“ bietet kostenfreie Führungen durch die Stadt und liefert Insider-Wissen zu den Sehenswürdigkeiten (Foto: Capital Region USA)

Das Lincoln Memorial bei Nacht (Foto: Jake McGuire)

Kunst- und Kulturschätze ohne Eintrittspreis
An der National Mall befindet sich auch das Simthsonian Institution Building (auch: „The Castle“). Hier können Besucher sich einen Überblick über die verschiedenen Museen, die dem größtem Museumskomplex der Welt angehören, verschaffen und sich dann entscheiden, welche der vielen kostenlosen Ausstellungen sie gern besuchen möchten.

Das Smithsonian Castle an der National Mall gibt einen Überblick über die verschiedenen kostenlosen Museen, die dem größten Museumskomplex der Welt angehören (Foto: Capital Region USA)

Sommerkonzerte und Open-Air-Kinos
Im Sommer können Besucher bei einem Picknick im Park Konzerten von Lokalgrößen lauschen, ohne dafür ein Ticket löhnen zu müssen. Zwei Beispiele: Im Yards Park (Capitol River Front) werden bis in den August hinein immer freitags von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr Klänge von Reggae über R&B und Blues bis hin zu Jazz angeschlagen. Und jeden Donnerstag bis Oktober treten lokale Bands als Teil der Konzertserie Art Soiree’s Sunset Rooftop Performence in der Beacon Sky Bar unter freiem Himmel auf. Auch hier ist der Eintritt frei, eine Online-Registrierung allerdings erforderlich.

Ohne Eintrittspreis ins Kino gehen? In Washington DC ist das in den vielen Open-Air-Kinos (amerik. „Outdoor Movies“) kein Problem – allerdings auch nur für diejenigen interessant, die einigermaßen flüssig Englisch sprechen. Auch hier gilt: Picknickdecke oder Camping-Stühle einpacken, denn andere Sitzmöglichkeiten als den Rasen gibt es keine. Die Filme beginnen bei Sonnenuntergang (meist ab 20.30 Uhr) und werden teils bis in den September hinein gezeigt. Einen Überblick über die Kinos und das Programm 2013 gibt es hier. Meine klaren Favoriten: Filmklassiker wie „Die Goonies“ („Das einzige, was wir hier servieren ist Zunge“) oder „Zurück in die Zukunft“ („1,21 Gigawatt? Großer Gott!“ :-)).

Wilde Tiere oder Erholung im Park
Ein tierisches Vergnügen nicht nur für Familien mit Kindern ist ein Besuch des National Zoo – auch der kostet, natürlich, nix. Bei schönem Wetter lohnt sich auch immer ein Spaziergang durch einen der vielen Parks, die Washington DC für eine Großstadt so überraschend grün wirken lassen. Längere Wandertouren durch die Natur sind ebenfalls möglich: Der Park „Chesapeake & Ohio Canal“ (C&O Canal) beispielsweise beginnt im Washingtoner Stadtteil Georgetown und zieht sich auf rund 300 Kilometern entlang des Nordufers des Potomac River bis nach Cumberland im US-Bundesstaat Maryland. Wer einen Ausflug in den Rock Creek Park macht, kann zudem im dortigen Planetarium besondere Sternstunden erleben.

Weitere Tipps zu rund 100 kostenlosen oder fast kostenlosen Freizeitaktivitäten in Washington DC sind unter washington.org/100-free-and-almost-free-things-do-dc zusammengestellt.

Veronika Heibing

Über Veronika Heibing

Veronika Heibing war von 2011 bis 2016 als PR Beraterin bei Claasen Communication tätig. Ihre Schwerpunkte waren Pressearbeit, Online PR und Corporate Publishing.

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