Entdeckungstour auf Dugi Otok – Unterwegs im schönen Dalmatien (Teil 1)

Nach elf Jahren Sommerurlaub in Kroatien ist das Land an der Adria immer noch mein Top-Reiseziel. Auch wenn es geografisch gesehen nicht die Größe anderer Destinationen hat, gibt es unzählige Attraktionen, für die sich jede neue Reise lohnt. Besonders begeistern kann man sich an der Landschaft und Natur im Süden Kroatiens, die meiner Meinung nach umso schöner wird, je weiter man sich durch Dalmatien in Richtung südliche Landesgrenze bewegt.

Auf dem Weg zur Insel „Dugi Otok“ (Foto: Alicia Lehrian)

Zahlreiche Inselgruppen sind der Küste Kroatiens vorgelagert. „Dugi Otok“, was auf Deutsch so viel heißt wie „Lange Insel“, ist eine davon. Den Namen trägt die Insel nicht ohne Grund: Dugi Otok hat eine Länge von ca. 43 Kilometern und eine Breite von nur ca. fünf Kilometern. Bei solchen Dimensionen gibt es vieles zu entdecken.

So statteten wir in zwei verschiedenen Jahren der langen Insel einen Besuch ab. Die jeweiligen Urlaubsdestinationen waren 100 Kilometer voneinander entfernt. Die geografische Erscheinungsform der Insel begünstigte trotzdem eine angenehme Bootsanreise von beiden Startpunkten aus.

Bei dem ersten Besuch der Insel waren wir eigentlich nicht direkt auf der Insel, sondern nur in unmittelbarer Nähe zu der Insel. Wir besuchten ein altes Schiffswrack eines Frachters, das 1983 vor der Insel Dugi Otok aufgelaufen war. Die genauen Gründe für den Unfall sind mir bis heute nicht klar. Aufgrund der geringen Tiefe ist es nicht nur für gelernte Taucher, sondern auch für Anfänger möglich einen kleinen Tauchgang zu unternehmen. Wenn man mit dem eigenen Boot in der Nähe ankert, kann man zu dem Schiffswrack schwimmen.

Es war eine tolle Erfahrung sich unter Wasser an dem Wrack auf Entdeckungstour zu begeben. Bei unserem Besuch war ein Teil des Wracks noch über der Wasseroberfläche, sodass man auch auf einigen Flächen stehen konnte. In den letzten Jahren ist es aber mehr und mehr verfallen. Die Überreste des Frachters befinden sich in der Nähe des offenen Meers, weshalb durch die starke Strömung beim Tauchgang etwas Vorsicht geboten ist, da man sonst womöglich abtreibt. Trotz der relativ großen Anzahl an Touristen war es ein einzigartiges Erlebnis.

Taucher am Wrack (Foto: Alicia Lehrian)

Die letzten Überreste des Wracks (Foto: Alicia Lehrian)

Auf dem Rückweg kamen wir bei einem anderen, nicht weniger interessanten Ort vorbei. Es war ein ehemaliger Bunker, der im 20. Jahrhundert gebaut und genutzt wurde. Über die wirkliche Nutzung höre ich bis heute unterschiedliche Meinungen: Manche sagen er diente als Schutzbunker, andere sagen als Versteck und wieder andere sind der Meinung er war als eine Art „Hafen“ zum Abstellen der Boote gedacht. Auf jeden Fall war es interessant eine solche Konstruktion einmal live gesehen zu haben und dies mit dem Boot sogar auch von innen.

Bunkereingang von außen (Foto: Alicia Lehrian)

Bunker von innen (Foto: Alicia Lehrian)

 

 

 

 

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